Alles endet

Wie jedes Jahr wollte ich meine ganz persönliche Verwirrung nach Weihnachten nutzen, um in Ruhe das Jahr Revue passieren zu lassen.

(Wir haben doch Jahresende, oder??)

Sowas gefällt mir nämlich ähnlich gut wie bunte, blinkende Lichter in Wohnzimmerfenstern von Plattenbauten, Kernobst mit Schokoladenüberzug und Anstehen, um Glühwein zu kriegen: Irgendwie isses kacke, irgendwie aber auch geil.

Das Ganze wollte ich dann in zierliche Zeilen voller schöner Wörter gießen und hier auf meinem Blog teilen, auf dass ihr, werte Leser, voller Neid auf mein Leben blickt und nicht anders könnt, als ständig und andauernd über mich nachzudenken, wie ich in meinem Prinzessinnenschloss sitze (wahlweise, wenn ihr Leser meiner Bücher seid: meinem dreckigen Folterkeller) und den ganzen Tag nichts anderes mache, als Kunst zu konsumieren, über Kunst nachzudenken, sowas Ähnliches Kunst zu produzieren und mit attraktiven Künstlern zu schlafen.

Das wird nix, daher nur so viel:

2015 war geil, denn ich habe zwar kein Prinzessinnenschloss (nicht mal nen eigenen Folterkeller), produziere absolut keine Kunst, darf aber zumindest welche konsumieren, darüber nachdenken und mit einem gar wundervollen Künstler schlafen.
Insofern muss 2016 gar nicht mehr viel liefern – viele schöne Aufträge für das Lektorat wären fein, noch viel mehr Treffen mit all den herrlichen Menschen, die ich in den letzten Jahren kennenlernen durfte, und endlich die Erfindung einer Pizza, deren ständiger Konsum dünn, wunderschön, gesund, fit und klug macht.

Dafür liefere ich dann nen Roman.

Deal?